Donnerstag, 29. November 2012

Paul Thomas Andersons ›Boogie Nights‹ und die ultrageile Geschichte eines Pornokönigs.

Boogie Nights
Tragikomödie | USA 1997 | FSK 16 | 147 Minuten | Regie: Paul Thomas Anderson

»I wanna fuck. It's my fucking big dick. Who wants to fuck?«

Wer über ›Boogie Nights‹ lachen kann und es schafft, ihn ganz amüsiert zu Ende zu sehen, bekommt von mir schon eine geballte Ladung Respekt. Dass Paul Thomas Anderson hier ein ganz verurteilsfreies, enthemmtes Zeit- und Milieubild über die Pornoindustrie abgibt, samt kotzbunter 70er-Jahre-Farbstimmung und supercoolen, lockeren Menschen, darf man im Freiraum des Geschmacks stehen lassen. Und wenn die Welt das braucht: Hier ist er, ein auf ›krass, Porno ist ja total normal und eigentlich doch total verrückt!‹ gedrillter Fickfilm über Fickfilme für Leute, die gerne über gigantische Penisse schmunzeln und die Geschichte eines Pornokönigs faszinierend und dann doch irgendwie cool, geil und lächerlich genug finden, um sich über sie amüsieren zu können. Aber wenn Anderson sowas macht, ist das ja eh Kunst, und vielleicht sollte ich erst mal geschlechtsreif werden.



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